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Oahu – the next days
Jetzt ist es schon knapp 2 Wochen her, dass ich das letzte Mal in den Blog geschrieben habe, obwohl oder vielleicht gerade weil so viel passiert ist in den letzten Tagen. Aber ich sollte lieber einmal vorne anfangen...nämlich wie es auf Oahu weiterging nachdem wir bei den Lost-Dreharbeiten dabei waren.  Am nächsten Tag ging es zur Erkundung von Honolulu und Waikiki, beides Paradiese, die von den Amerikanern immer hoch gelobt werden, aber in Wirklichkeit – wenn man von den Skyscrapern absieht – nichts anderes sind als die vergangenen Vorbilder von diversen mallorcienischen Enklaven, in denen noch heute der Kommerz herrscht, der Individualismus eher untergeordnet ist und es eigentlich mehr um Geld als um alles andere geht. Das klingt jetzt ein wenig negativ, soll es auch sein, aber man darf es auch nicht zu scharf sehen. Die Beachparks, die die Amerikaner vor die Skyscraper gesetzt haben, sind hervorragend, die Wellen laden gerade dazu ein ein wenig Bodysurfing oder sogar richtiges Wellenreiten zu betreiben und wo sonst kann man nur 10m vom Strand weg mal schnell noch ne Tasche von Gucci kaufen oder sich eine Kunstgallerie mit klassischen oder eben auch grausigen zeitgenössischen hawaiianischen Künstlern anschauen (es gibt da einen, der liebend gerne Bilder von Weinflaschen malt – ein oder zwei sind ja noch witzig, aber gleich 100???).  Was aber wirklich ein wenig nervt...und das nicht nur in der Schweiz, wie ich jetzt lebensnah erfahren durfte...ist der Tend zu Crocs. Ihr kennt sie bestimmt alle, diese Plastikschuhe, die einfach nur grausig aussehen, aber so viele Menschen unglaublich gerne tragen, weil sie ja soooo bequem sind – schrecklich. Nicht nur, dass hier auf Hawaii diese Teile auch alle Menschen tragen (mit einem deutlichen Schwerpunkt auf unseren japanischen Kollegen – über die ich hier in Hawaii sogar ein eigenes Kapitel scheiben könnte :-D) sondern es gibt hier riesige Crocs-Shops, die einfach nur mit 1000en von diesen Schuhen gepflaster sind und dir jedes Modell in jder Grösse, Ausführung und Farbe anbieten – ach ja...nebenbei haben die nach den ABC-Stores auch die kältesten Klimaanlagen.  Aber kommen wir zurück zu Honolulu und Waikiki...der Vorteil neben den tollen Beachparks liegt noch in den Chicks...auch wenn man hier kein FKK oder eben halbes FKK betreiben darf, kümmern sich die jungen, gutaussehenden Damen der Schöpfung darum mit so wenig Stoff wie möglich herumzulaufen. Wozu auch mehr Tragen, wenn ein Faden oder ein gut portioniertes Stück Stoff in der Grösse eines 5-Mark-Stücks es auch tut. Oder wenn sie dann mal ne Jeans-Hotpants tragen, dann scheint es einen neuen Trend zu geben – nämlich weder Knopf noch Reissverschluss zu schliessen und sie quasi offen zu tragen. Oh mein Gott...ich klinge wie ein Spiesser, aber dabei soll das garnicht meine Absicht sein. Vielmehr habe ich mich über die allgegenwärtige Doppelmoral der Amis aufgeregt. Auf der einen Seite darfst du am Strand keine Nippel zeigen, aber auf der Strasse laufen einige Damen rum, die vielmehr zeigen als ein paar Nippel. Oder du darfst an öffentlichen Orten keinen Alkohol trinken, aber überall sieht man Menschen Flüssigkeiten aus braunen Papierbeuteln schlürfen, die man immer umsonst dazu bekommt, wenn man ein Bier oder einen Wein kauft – lächerlich!  Für jeden, der einmal nach Hawaii fliegen möchte, rate ich dringend dazu, sich einen Tag Honolulu und insbesondere Waikiki anzuschauen, denn es gehört einfach dazu. Das ist ein Teil der hawaiianischen Seele, auch wenn die meisten - in diesem Wortsinn toten – Hawaiianer sich im Grabe umdrehen würden, täten sie das hören. Ich bin froh es gesehen zu haben und bin aber noch glücklicher, den Rest der hawaiianischen Seele kennenlernen zu dürfen, der so viel schöner, aufregender, spannender, vielseitiger und niveauvoller ist. Es gibt aber wie gesagt auch sehr schöne Stellen auch sehr coole Bars mit hawaiianischer Livemusik, aber diese riesigen Wolkenkratzer, die zum Teil auf einer Seite 400 Balkone und mehr haben, stören das Bild eines entspannten Urlaubes ein wenig – und trotzdem gibt es Millionen von (in diesem Fall vorwiegend) Amerikanern, die jedes Jahr diese Enklave stürmen, dort ihre „Zelte“ aufschlagen und den Ort niemals verlassen...bis auf vielleicht einen Hike auf den Diamond Head Crater am Ende von Waikiki – einfach schade. An dem Tag haben wir uns aber zum Glück nicht nur den kommerziellen Strandteil der Stadt angeschaut, sondern auch versucht ein wenig Einblick in die Kultur zu gewinnen. Das sollte durch den Besuch des Hafens, des Aloha-Towers, der recht bekannten Chinatown und schlussendlich des Iolani-Palastes erfolgen. Ersteres kann man sich sparen, da es wirklich nichts Schönes dort zu entdecken gibt (Restaurants möchte ich bei diesem Artikel einmal aussparen, da wir diese leider nicht getestet haben). Zweiteres ist zwar ein schöner Turm auf den man steigen kann und dann, wie bei Tümren so üblich, auch wieder runterschauen kann, aber weder ist die Aussicht besonders noch gibt der Turm an sich viel Aufschluss über seine nicht ganz so spannende Vergangenheit. Chinatown konnte bei uns natürlich nicht gewinnen, da wir nur wenige Tage zuvor durch Chinatown in San Francisco gelaufen sind und im Vergleich dazu nur ein müdes Lächeln unseren Gesichtern entlocken konnte. Aber Letzeres, nämlich der Iolani-Palace, welches der Regierungssitz von Kamehameha, the great bis Kamehameha V. Fungierte und damit das Herz des Landes war bevor es Ende des 19. Jahrhunderts von Amerika annektiert und in den 50er Jahren ein Bundesstaat der USA wurde. Wer jemals in den Genuss kommt, Zeit für diesen Palast zu haben, sollte dringend die geführte Tour machen. Der Palast ist schon sehr beeindruckend, aber die Geschichte des Landes wurde durch unseren Guide dermassen lebensnah und „echt“ erzählt, dass man ihm noch Stunden hätte zuhören können. Insbesonderedie Aussprache der hawaiianischen Worte wurde uns dort zum ersten Mal näher gebracht, denn hier werden viele Worte eher abgehackt ausgesprochen und die Buchstaben bekommen einen wichtigen Anteil im Wortlaut. So heisst es auch nicht Hawaii – so wie es jeder ausspricht – sondern wird eher Hawa...i ausgesprochen. Aber genug davon...es geht in den Landeanflug und ich muss aufhören. gruesse, die niere
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