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The journey begins
Nun sitze ich zum ersten Mal – wie ich es mir eigentlich schon lange mal gewünscht habe – in einem Flugzeig, zur Zeit genau 11582m über dem Meeresspiegel bei 855 km/h und einer Aussentemperatur von -50°C vor meinem neuen Netbook und kann mal Blog schreibn, wann und wo, es mir gerade einfällt. Aber kommen wir zum eigentlich Grund dieses Ergusses – nämlich der Start der 3-wöchigen Reise nach San Francisco & Hawaii inklusive Oahu, Big Island (das eigentliche Hawaii) und Maui.
Der Nachtdient hat am Montag morgen gegen 8 Uhr einen versöhnlichen Abschied genommen und ich hatte die letzten zwei Nächte so wenig zu tun, wie selten. Leider hat mich das in meinen somnischen Fähigkeiten nicht gerade bestätigt, sondern vielmehr vor Augen geführt, wo meine wahre Behinderung liegt (die Suche nach meiner wahren Begabung sollte an dieser Stelle wohl lieber ungenannt bleiben): Ich bin einfach unfähig einzuschlafen, wenn es sich anbietet. Ich habe trotz fehlenden Piepens des Suchers keinen Schlaf finden können. Nach 6 Nächten ist man dermassen im Rhythmus umgestellt, dass es – zumindest für meinen Körper (ich kenne da einige rühmliche Ausnahmen, die jederzeit, an jedweden Ort in den ungewöhnlichsten Stellungen narkolepsiegleich in eine Narkose verfallen können, die einem nur neidvolle Blicke ins Gesicht zaubern, wie es sonst nur Männer können, die äusserlich einem Bill Gates gleichen, aber weibliche Begleitungen dabei haben, dass man froh sein kann, wenn man vor lauter Sabbern nicht exsikiert. Wo war ich stehen geblieben...ach ja: Meine Unfähigkeit zu schlafen. Um es kurz zu machen, da es wahrscheinlich niemanden so wirklich interessiert. Ich bin einfach nicht in der Lage gewesen zu schlafen, so dass ich just in diesem Moment (wir haben gerade 16 km/h Gegenwind) – von 30 Minuten auf dem Flughafen Frankfurt und 90 Minuten hier im Flugzeugsessel abgesehen – seit 35 Stunden wach bin und ehrlicherweise gerade ganz gut damit zurecht komme. Ich hoffe, dass wir heute abend noch einen hervorragenden Cocktail in einem der angesagtesten Hotelbars ganz in der Nähe von unserem einnehmen können ohne auf der Bar einzuschlafen.
Wenn ich jetzt so schaue, merke ich gerade, dass ich eigentlich etwas komplett anderes schreiben wollte, aber mich selbst hab ablenken lassen. Aber ist ja nicht so schlimm, denn nach Dienstabgabe, dem befriedigendem Ankleben des Abwesenheitszettels am Fach und dem Frühstück von Glatz zu Hause kamen nicht mehr viele spannenden Begebenheiten, wohingegen man auch sagen muss, dass die eben beschriebenen nicht unbedingt und zwingend in die Kategorie SPANNEND gehören. Die Zugfahrt nach Basel war unspektakulär, der Flieger flog mit einer Stunde Verspätung los, aber wir haben unseren United Airlines Flug noch rechtzeitig bekommen. Die Sitze sind bequem und grossräumig (was aber auch daran liegen kann, dass wir in Economy Plus sitzen (fragt bloss nicht, warum...ich habs nicht gebucht, aber NEIN haben wir auch nicht gesagt)). Das Multimediasystem ist dem von Quantas weit unterlegen (und das sage ich mit einem ehrlich weinenden Auge). Hier laufen auf einem Briefmarkenschirm, den man sich vor die Augen kleben könnte und noch immer das Bedürfniss hätte, näher ranzugehen, 8 Filme respektive Serien gleichzeitig an und man kann dazwischen herumschalten, was man gerade sehen will – kein Vergleich zur Quantas-Videothek mit Spielekonsole, aber was tut man sich nicht alles an, wenn man 11 Stunden Flug rumkriegen will. Gerade hat ne Folge „Two men and a half“ begonnen und ich kämpfe nun mit mir, ob ich weiterschreiben soll oder erstmal die Folge zu Ende schaue.
Hab mich entschieden...bis gleich...
Und wieder da! Was wollte ich schreiben...ach ja: 2 Dinge – die Filme und der Service. Fangen wir vorne an: Zuerst hab ich „In Bruges“ gesehen...ein kleiner englischer Film, der in Brügge in Belgien gedreht wurde und auch dort spielt. Es ist so eines dieser kleinen Juwelen, auch wenn Juwel vielleicht ein wenig zu hoch gegriffen ist. Super Stimmung, tolle Charaktere, sehr ruhig und gelassen, der Plot fliesst schier dahin und ein tränenreiches, wenn auch offenes Ende. Auf jeden Fall zu empfehlen – auch für Leute, die noch nicht in Brügge waren oder mal vorhaben dorthin zu fahren. Seit dem Film hat die Stadt einen riesigen Zulauf internationaler Touristen erfahren und suhlt sich in seinem neuen Bild. Danach kam Indiana Jones: Ein toller kurzweiliger Film mit viel Nostalgie und herrlichen Momenten, wenn...ja wenn...jemand ein vernünftiges Drehbuch geschrieben hätte (ohne Aliens), die Sprüche von Indy situationskomischer kämen, die Liebesgeschichte nicht so aufgesetzt wirken würde, die Nazis (die diesmal durch Kommunisten ersetzt wurden) wieder Nazis wären, Markus Brody wieder dabei gewesen wäre und weniger auf „big is beautiful“ sondern mehr auf „klein aber fein“ gesetz worden wäre. Kurzum: Indy IV ohne Aliens & Hochzeit, aber dafür mit Nazis & pointeierteren Dialogen wär super gewesen....so ist es nur eine easy listening Variante einer grossartigen Serie geworden, mit der ich gross geworden bin.
Last but not least: der Service der United Airlines. Da ich mich ja nun in den nächsten drei Wochen in Anglizismen üben muss: CATASTROPHIC! Das Essen war Standard, wie man es auf vielen Flügen kennt und auch nicht unbedingt anders erwartet hätte, aber die wollen tatsächlich 6$ für jedes alkoholische Getränk! Ne keine Flasche Rotwein mit billigem Ettiket und noch billigerem Bouquet soll das gleiche Kosten wie in meinem Lieblingsweinlokal in der Schweiz. Forget it! Wenigstens in der Jazz aus dem Flugzeugradio hörenswert. Die Zwischensnacks (Obst, Knabberkram, Schoggi), die ich bei Quantas so sehr zu schätzen wusste, sind hier – von einer mikroskopischen kleinen Tüte von „Prezels“ abgesehen – einfach inexistent. Und statt kleiner Wasserflaschen mit Evian bekommt man hier Wasser aus der Kanne in Fingerhutbecher alle 2 Stunden eingeschenkt, bei dem man sich fragt, aus welchem Hotelpool sie es geschöpft haben. Naja...umso besser wird das Essen hoffentlich morgen in San Francisco werden!
Da ich gerade darauf aufmerksam gemacht werde, dass kein Mensch all das, was ich gerade zu Papier oder respektive zu LCD-Bildschirm gebracht, lesen wird oder auch nur will, schliess ich hier in dem Glauben, dass es doch einer tut (und wenn auch ich es nur bin, der sich am Ende der Reise nochmal alles zu Gemüte führen möchte). In diesem Sinne...
gruesse, die niere
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bisher 1 Kommentar(e)
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Falco
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(5.9.08 08:12)
Hooray, ein Reisebericht! Ich hoffe, Dein Netbook taugt auch, um das ein oder andere Bildchen zu posten. Freue mich auf mehr und schönen Urlaub in Frisco (da wollen wir 2010 hin).
Grüße!
Falco
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